Corona: Hilfe für Träger der Kinder- und Jugendhilfe mit Beherbergungsbetrieb

Hilfsprogramm für Träger der Kinder- und Jugendhilfe mit Beherbergungsbetrieb zur Verhinderung der Zahlungunfähigkeit aufgrund der Corona-Pandemie

Familienferienstätten, Jugendherbergen, Jugendbildungsstätten, Einrichtungen des Jugendwohnens, aber auch Naturfreundehäuser, Wanderheime sowie Jugendzeltplätze sehen sich durch die Corona-Pandemie in ihrer Existenz bedroht. Das Jugend- und Familienministerium sowie das Finanzministerium Rheinland-Pfalz haben darum ein Hilfsprogramm für Träger der Kinder- und Jugendhilfe mit Beherbergungsbetrieb zur Verhinderung der Zahlungunfähigkeit aufgelegt.

Konkret können die Träger einen Zuschuss erhalten, der ihre unabweisbaren Ausgaben in der Zeit von April bis Juni zur Absicherung der Einrichtung und der Verhinderung ihrer Insolvenz abdeckt. Das Volumen der Landeshilfen umfasst insgesamt neun Millionen Euro. Rund 180 Einrichtungen im Land können die finanziellen Mittel in Anspruch nehmen, wenn die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen. Diese Beherbergungsangebote sind jeweils nicht primär für den Tourismus gedacht, sondern unterbreiten Angebote speziell für junge Menschen, Familien, Schulklassen und Jugendeinrichtungen.

Das Hilfsprogramm wird von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Rheinland-Pfalz im Auftrag des Familienministeriums umgesetzt und nimmt entsprechend die Anträge entgegen.



Jugendministerin Anne Spiegel zum Hilfsprogramm

„Mit dem Hilfsprogramm sichern wir eine Infrastruktur, die für junge Menschen aber auch für Familien von großer Bedeutung ist. Die betroffenen Träger sind für die Förderung von jungen Menschen, die Unterstützung von Familien bei der Erziehung sowie den Ausgleich von sozialer Benachteiligung in unserem Land von enormer Bedeutung. Mit dem Hilfsprogramm können wir nun denen helfen, die um ihren Fortbestand fürchten müssen. Denn wir wissen, dass die Wiederanlaufphase für viele Einrichtungen schwierig werden wird. Auch nach der Öffnung werden weiterhin Einschränkungen durch Hygieneanforderungen und Abstandsgebote bestehen, die einen Normalbetrieb nicht möglich machen. Nach aktuellem Stand werden die Übernachtungseinrichtungen und damit auch die genannten Träger der Kinder- und Jugendhilfe zum 18. Mai wieder ihren Betrieb aufnehmen können. Wann allerdings Gruppenangebote wieder möglich sein werden, die den Kern der Angebote bilden, ist noch offen."

Finanzministerin Doris Ahnen zum Hilfsprogramm

„Das heute beschlossene Hilfsprogramm stellt rund neun Millionen Euro für Familienferienstätten, Jugendbildungsstätten, Naturfreundehäuser, Wanderheime, Jugendherbergen und Jugendzeltplätze zur Verfügung. Diese Einrichtungen sind wichtige Orte für viele Familien, Kinder- und Jugendliche. Hier erleben sie eine besondere Umgebung, erweitern ihren Horizont und sammeln viele wertvolle Erfahrungen. Die Corona-Pandemie hat es in den vergangenen Wochen notwendig gemacht, in verschiedensten Bereichen umfassende finanzielle Hilfen auf den Weg zu bringen. Bereits Ende März haben wir für die Verlangsamung der Ausbreitung des Virus, die gesundheitliche Versorgung und die Bekämpfung der Folgen der Pandemie einen Nachtragshaushalt mit einem Gesamtvolumen von 3,3 Milliarden Euro im Landtag verabschiedet. So können wir jederzeit flexibel auf die aktuelle Lage reagieren."

 

 

Zu den Richtlinien des Landes RLP für Hilfen für Träger der Kinder- und Jugendhilfe mit Beherbergungsbetrieb (klick!).

Zum Antrag für das Hilfeprogramm für Träger der Kinder- und Jugendhilfe mit Beherbergungsbetrieb (klick!).


Hinweis:
Bitte den Antrag ausgefüllt, unterzeichnet und mit den Anlagen als pdf-Datei eingescannt an corona.kjh.beherbergung@add.rlp.de (nicht an das Familien- und Jugendministerium RLP) versenden.