Kunst

Kunst heißt nicht zwingend, sich durch nicht enden wollende Ausstellungsräume zu schleppen oder bei Goethes Faust im zweiten Rang mit dem Schlaf zu kämpfen. Kunst kann interessant und spannend sein, wenn sie richtig präsentiert und vermittelt wird, wenn sie erlebbar und erfahrbar ist — auch und gerade für Kinder und Jugendliche.

In der außerschulischen Jugendbildung hat sich die Kunstpädagogik in den letzten Jahren einen festen Platz erobert und unter „dem Kunstpädagogen“ oder „der Kunstpädagogin“ versteht man schon längst nicht mehr nur das Berufsfeld des Kunstlehrers. Viele Jugend- und Kulturzentren haben kompetente Kunstpädagogen im Team, die bildnerische Fähigkeiten und Fertigkeiten lehren.

Eigene Konzepte, wie die Jugendkunstschulen in Rheinland-Pfalz, haben die Bedeutung der kulturellen Bildung für Heranwachsen und Sozialisation von Kindern und Jugendlichen erkannt und tragen maßgeblich dazu bei, dass die professionelle Verbindung von Kunst und Pädagogik anerkannt wird. Die Landesregierung hat ein eigenes Programm zur Förderung der Jugendkunstschulen aufgelegt.

Jugendkunstschulen-Programm

Auch die Museumspädagogik gehört im weitesten Sinne zur Kunstpädagogik. Sie findet allerdings überwiegend in Museen, Kunsthallen oder Ausstellungen statt und bezieht sich nicht ausschließlich auf  Besucherinnen und Besucher unter 18 Jahren. Museumspädagogik meint alle Altersgruppen und bezeichnet grundsätzlich die Lehre der Vermittlung des Sammlungsgutes eines Museums.
Dennoch liegt ein Schwerpunkt der Museumspädagogik natürlich auf der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Neben den drei Landesmuseen in Mainz, Koblenz und Trier, gibt es zahlreiche regionale und sogar örtliche Museen, die ihre Ausstellungen und Themen mit einem pädagogischen Angebot verknüpfen.

Kunst findet zum Großteil auch immer in einem freien und ehrenamtlichen Rahmen statt. Auch in Rheinland-Pfalz gibt es einige Verein und freien Initiativen, die Kinder und Jugendliche an künstlerisches Wirken und Werken heranführen.

Zu guter Letzt noch ein besonderer Tipp: der Druckladen des Gutenberg-Museums in Mainz: