Was ist Gender Mainstreaming?

Gender Mainstreaming bedeutet,

„... bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt.“

(Quelle: Internetangebot des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: http://www.gender-mainstreaming.net )

„... die konkrete Berücksichtigung und Gleichstellung von Frauen und Männern bei der Planung, der Durchführung, der Begleitung und Bewertung von Programmen und Maßnahmen von Anfang an in allen Bereichen und auf allen Ebenen.“

Die Drucksache 14/1827 des Landtages Rheinland-Pfalz ist ein interessantes Schriftstück, das einen guten und umfassenden Überblick über die Umsetzung von Gender Mainstreaming im Land gibt.

Die Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Aspekte soll gemäß einem top-down Prinzip (von höheren Entscheidungsebenen ausgehend zu niedrigeren) in alle Bereiche gesellschaftlicher, politischer und sozialer Entscheidungen einfließen — bei der Planung von Parkhäusern über die Stellenverteilung in Kindergärten bis hin zu Schulungsmaßnahmen und Weiterbildungen.

„Gender Mainstreaming ist eine bestimmte Methode oder Vorgehensweise: Mit ihr zu arbeiten heißt, immer schon die Perspektive von Frauen und Männern einzunehmen und damit auch versteckte Benachteiligungen zu erkennen und deshalb zu vermeiden. Man kann also sagen: Gender Mainstreaming ist eine „präventive Methode“ der Politik.“