Projekte "SEJ"

Das ProjektDas 2005 gestartete und auf drei Jahre angelegte Projekt 'Sozial engagierte Jungs' zählt zu den Modellprojekten zum Aufbau neuer generationsübergreifender Freiwilligendienste und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziell unterstützt. Die Projektstandorte sind Frankfurt am Main, Potsdam und Saarbrücken. Träger ist jeweils das Paritätische Bildungswerk.

Jungen lernen soziale und pädagogische Arbeitsfelder kennen und bekommen einen Einblick in ein bestimmtes Arbeitsumfeld, das nach wie vor zu den sog. Frauenberufen (Berufe mit weniger als 30% Männeranteil) zählt.

Die persönlichen Erfahrungen des 'praktischen' Engagements, sich einzusetzen und anderen Menschen zu helfen, unterstützt die persönliche Entwicklung der Jungen. Sie lernen Verantwortung zu übernehmen und können ihre eigenen Fähigkeiten und Grenzen erproben.

Durch Zertifikat und Vermerk im Schulzeugnis erhöht der Freiwillige seine Chance auf ein Schülerpraktikum und einen FSJ- oder Ausbildungsplatz.

Ziel ist es auch, neben der Etablierung und Ausweitung des sozialen Engagements innerhalb der Bevölkerung (hier Schüler und Senior- MentorInnen), gerade auch junge Männer für soziale und pädagogische Tätigkeiten und Berufsfelder zu interessieren, um das Geschlechterverhältnis und den 'Nachwuchs' für soziales Engagement zu fördern.


Zielgruppen

  • Männliche Jugendliche, Schulklassen 9/10 an Gesamt-, Haupt- und erweiterten Realschulen, maximal 36 Jungen in einem Schuljahr
  • Erwachsene Mentoren (bevorzugt Männer), die den Jungen Hilfe und Unterstützung bei der Durchführung ihres Engagements geben


Durchführung

  • Die Jungs arbeiten innerhalb eines Jahres bis zu 200 Stunden in einer sozialen Einrichtung, z.B. Altenhilfe, Behindertenhilfe, Krankenhaus, Kindertagesstätte.
  • Monatliche Treffen in Gruppen bis zu 8 Jungen, Freizeitaktivitäten der Gesamtgruppe (teilweise Wochenendseminare) alle 2 Monate, Abschlussfahrt.
  • Insgesamt 6 Mentoren betreuen die Jungen in Kleingruppen in allen persönlichen und beruflichen Belangen.
  • Die Mentoren erhalten pro Monat eine Aufwandsentschädigung von 130,00 Euro.
  • Die Mentoren werden vom PBW durch Fachpersonal ausgebildet und treffen sich monatlich zum Austausch im PBW.
  • Die Jungen erhalten bei angemessener Durchführung ihrer Arbeit ein Taschengeld von monatlich 30,00 Euro. Fahrgeld zur Arbeitsstelle wird erstattet.
  • Bei erfolgreichem Abschluss der Arbeit soll ein positiver Eintrag im Zeugnis schwache Leistungen in Schulpflichtfächern ausgleichen können.
  • Die Jungen erhalten ein Zertifikat über die von ihnen geleistete Arbeit und die Treffen mit der Peer-Group.
  • Es ist geplant mit den Jungen der anderen Projektstandorte in Verbindung und Austausch zu treten.
  • Das Projekt wird durch die EFH Freiburg wissenschaftlich begleitet.


Kooperationspartner

  • Einrichtungen der Alten-, Behinderten- und Krankenhilfe, Kinder- und Jugendeinrichtungen
  • Schulen, Schulsozialarbeit
  • Handwerkskammer
  • Landesjugendring
  • Sportvereine und –verbände


Kontakt:
Lothar Reuter
PARITÄTisches Bildungswerk
Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland e.V.
Feldmannstraße 92
66119 Saarbrücken

Tel.: 06 81 9266024
Fax: 06 81 94011102
E-Mail: pbw@quarternet.de
Link: www.jungenarbeit-online.de