Das Jugendministerium RLP und die EU-Jugendstrategie

I) Die EU-Jugendstrategie 2010-2018 und ihre Umsetzung in Rheinland-Pfalz

Die Landesregierung Rheinland-Pfalz, namentlich das Ministerium für Integration, Kinder, Jugend und Frauen engagiert sich im Rahmen der EU-Jugendstrategie, da sie wesentliche Punkte der Jugendpolitik und Jugendarbeit des Landes aufgreift:

  • Mehr Partizipation für junge Menschen
  • Förderung der sozialen Integration und gelingender Übergänge in die Erwerbsarbeit
  • die Stärkung und Anerkennung der non-formalen Bildungsprozesse in der Jugendarbeit.

Das Jugendministerium begrüßt, dass mit der Umsetzung der EU-Jugendstrategie das Lernfeld Europa insbesondere auch für sozial benachteiligte und individuell beeinträchtigte Jugendliche weiter geöffnet wird und europäische Prozesse des Voneinanderlernens (Peer-Learning) — transnationale Jugendbegegnungen und Fachkräfteaustausche — initiiert und gestärkt werden.

In Rheinland-Pfalz gibt es bereits zahlreiche gute Beispiele aus der Jugendarbeit, die die europäische Dimension in ihren Projekten verwirklichen. Daher hat medien.rlp im Auftrag des Jugendministeriums auf www.jugend.rlp.de gute Projekte aus Rheinland-Pfalz zusammengestellt.

Die Projekte zeigen, dass die europäischen, transnationalen Begegnungen und Austausche sowohl für die Fachkräfte der Jugendarbeit als auch für die Jugendlichen einen Gewinn bedeuten:


Für die Fachkräfte zum Beispiel:

  1. Kennenlernen der „(Übergangs-)systeme“ in anderen europäischen Ländern
  2. Zusammenarbeit (auch virtuell) wird intensiviert
  3. Generieren von neuem „Know-how“
  4. Mobilitätsförderung 


Für die Jugendlichen zum Beispiel:

  1. Förderung der Persönlichkeitsentwicklung (Kompetenzausbau  - Sprache, Umgang mit Konflikten)
  2. Veränderung von Haltungen  („eigentlich geht`s mir gut“, „ich kann etwas“)
  3. „Herstellung“ von Motivation beruflich oder schulisch weiterzukommen
  4. Anerkennung non-formalen Lernens (junge Menschen kennen bzw. schätzen selbst oft ihre eigenen jenseits von Schule erworbenen Kompetenzen nicht)
  5. Gesteigertes Engagement (auch) für politische Prozesse


Dem Jugendministerium ist es wichtig, auch mit dieser neuen „Unterseite“ auf www.jugend.rlp.de,

  • über die EU-Jugendstrategie bzw. die Umsetzung in Rheinland-Pfalz zu informieren,
  • Transparenz zu schaffen,
  • die AkteurInnen der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit zu vernetzen
  • und mit zur Qualifizierung beizutragen.


In diesem Sinne sind bereits folgende Umsetzungsschritte erfolgt, weitere sind geplant:

  • Erstes Trägertreffen (Landesjugendamt, Landesjugendring, freie Träger (u.a. IB), kommunale Träger (Jugendämter) sowie Landesfilmdienst) im September 2011 im Jugendministerium, um über die EU-Jugendstrategie zu informieren.
  • Jahrestagung der Fachkräfte der Jugendarbeit in Rheinland-Pfalz, Dezember 2011, Information zur EU-Jugendstrategie und Motivation sich im Rahmen der EU-Jugendstrategie zu engagieren.
  • Einrichtung einer Arbeitsgruppe im Ministerium bestehend aus dem Fachreferat Jugendpolitik sowie VertreterInnen aus dem Landesjugendring, Landes-jugendamt, Nationalagentur JUGEND FÜR EUROPA, freier Träger zur Vorbereitung einer landesweiten Tagung zum Thema sowie zur Entwicklung von Perspektiven.
  • September 2012: Landesweite Tagung „Europa stärkt die Jugend — jetzt!“ (mit den zuvor genannten Kooperationspartnern)
  • medien.rlp hat im Auftrag des Ministeriums diese Seite auf dem Jugendserver www.jugend.rlp.de zur EU-Jugendstrategie und guten Projekten in Rheinland-Pfalz entwickelt.
  • Planung: Qualifizierung/Coaching zu EU-Förderinstrumenten (perspektivisch 2013)

II) Die Landesregierung engagiert sich im Jugendressort seit vielen Jahren in der „grenzüberschreitenden Jugendarbeit“:

  • Arbeitsgruppe Jugend der D-F-CH Oberrheinkonferenz
    Die Landesregierung engagiert sich im Jugendressort seit vielen Jahren in der „grenzüberschreitenden Jugendarbeit“, so z.B. in der Arbeitsgruppe Jugend der Deutsch-Französisch-Schweizerischen Oberrheinkonferenz (ORK / AG Jugend).

    Die Arbeitsgruppe setzt sich grundsätzlich für eine verstärkte Zusammenarbeit der Verwaltungen, Fachinstitutionen und Verbände im Bereich der außerschulischen Bildung von Kindern und Jugendlichen am Oberrhein ein. Sie initiiert und fördert grenzüberschreitende Begegnungen und Projekte sowie die Mobilität von Kindern, Jugendlichen und Fachkräften der Kinder- und Jugendarbeit und ihre Identifikation mit dem gemeinsamen Lebensraum „Oberrhein“.

    Hierzu ist ein Jugendportal eingerichtet, welches allgemeine Informationen zu den Jugendaktionen am Oberrhein bietet und vorhandene regionale Internetangebote für Jugendliche des Oberrheingebietes verknüpft.

    Ergänzt wird das Angebot durch grenzüberschreitende Fachtage und Fortbildungsreihen für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen der Jugendarbeit.

    Im Übrigen wurde ein Jugendprojektfonds für die schnelle und unkomplizierte Förderung von grenzüberschreitenden Jugendprojekten eingerichtet. Das Jugendministerium beteiligt sich an der Finanzierung des Fonds mit einem jährlichen Betrag in Höhe von 2.222 Euro. 
  • Arbeitsgruppe Jugend der Großregion
    Auf der Basis der „Charta für die Zusammenarbeit im Bereich „Jugend“ im Kooperationsraum Saarland, Lothringen, Rheinland-Pfalz, Französische Gemeinschaft und Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens, Großherzogtum Luxemburg“ wurde eine "Arbeitsgruppe Jugend" eingerichtet, in der auch das Jugendministerium einen Vertreter entsandt hat. Wesentliches Ziel ist die Förderung einer aktiven Beteiligung der Jugendlichen an der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, um die Beziehungen zwischen Jugendlichen im Grenzraum zu verstärken. Die Arbeitsgruppe bereitet u. a. ein regelmäßig wiederkehrendes Jugendforum vor.